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Pressemitteilung vom 01.10.2010
Schüler Union Gießen kritisiert SPD-Schulgesetzentwurf Lipp: „SPD betreibt Schulpolitik von gestern auf dem Rücken der Schüler!“
Der von der SPD vorgelegte Schulgesetzentwurf ruft bei der Schüler Union Gießen harte Kritik hervor.
Der Kreisvorsitzende der Schüler Union, Christopher Lipp, erklärt hierzu: “Die SPD hat mit ihrem Schulgesetzentwurf ihre
rückwärtsgewandte Bildungspolitik wieder einmal selbst entlarvt! Unter dem Deckmantel der Bildungsgerechtigkeit sollen die
Einheitsschule eingeführt und G8 abgeschafft werden.
Wir fordern die SPD auf sich endlich konstruktiv an der Bildungsdebatte zu beteiligen, anstatt ständig neue
Schulstrukturdebatten anzustoßen. Spätestens der Hamburger Volksentscheid hat gezeigt, dass Eltern und Schüler eine
Einheitsschule und längeres gemeinsames Lernen ablehnen. Unser Schulsystem braucht keine neuen linken Schulexperimente,
sondern endlich eine von allen Beteiligten ernsthaft geführte Diskussion um die konstruktive Verbesserung unseres Schul-
und Bildungssystems. Wir brauchen ein Bildungssystem, das optimal auf die Veranlagungen und Fähigkeiten jedes Schülers
eingehen kann. Genauso wie es unterschiedliche Schüler mit unterschiedlichen Fähigkeiten gibt, muss es auch unterschiedliche
Schulformen geben, die individuell auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen können“.
Für die Schüler Union ist das dreigliedrige Schulsystem integraler Bestandteil einer optimalen Schulbildung und Grundlage für
bestmögliches individuelles Fördern und Fordern. Das Modell der SPD-Gemeinschaftsschule lehnt die größte politische
Schülerorganisation klar ab.
„Die SPD lässt Haupt- und Realschüler im Regen stehen, da sie die Abschaffung dieser beiden Schulformen fordert ohne sinnvolle
Alternativen zu nennen. Die Haupt- und Realschulen sind wichtiger Bestandteil unseres mehrgliedrigen Schulsystems und
entscheidend für die Schulformvielfalt. Gerade der Ansatz der verstärkten Praxisorientierung an den hessischen Hauptschulen
hat gezeigt, dass die Hauptschulen leistungsfähig sein können und als Schulform Zukunft haben“, so Lipp weiter.
Die Schüler Union kritisiert ebenfalls den SPD-Vorstoß zur Rücknahme von G8. „Auch wenn bei der Umsetzung von G8 Fehler
gemacht wurden, die noch nicht abschließend behoben sind, ist der Weg zu einem verkürzten Abitur der richtige und mittlerweile
nahezu in ganz Deutschland umgesetzt. Warum sollten gerade die hessischen Schülerinnen und Schüler nicht auch ihr Abitur nach
12 Jahren ablegen können, wie all ihre Mitschüler in den anderen Bundesländern auch. Der SPD-Vorstoß zur Abschaffung von G8
bringt wieder einmal unnötige Unruhe in die Schulen und ist pädagogisch gesehen völlig verfehlt“, so Lipp abschließend.
Aus Sicht der Schüler Union sind die SPD-Pläne für eine flexible Oberstufe ebenfalls pädagogischer Irrsinn und für die Schulen
nicht umsetzbar.
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